Clara-Schumann-Gesamtschule Kreuztal  verschieden aber miteinander

Kulturfest der Clara-Schumann-Gesamtschule Kreuztal 2013

 

Eltern, Lehrer, Schüler und Kunstinteressierte können während des Kulturfestes der Clara-Schumann-Gesamtschule in Kreuztal am 21. und 22. Juni in diesem Jahr eine ganz besondere Form der Präsentation von Kunst erleben: eine Landart-Ausstellung im Gelände des Kreuztaler Schulzentrums.

Im Rahmen eines Grundkurses Kunst der Jahrgangsstufe 11 haben sich Oberstufenschüler der Kreuztaler Gesamtschule ganz praktisch mit dem Thema Landart auseinandergesetzt.

Unter Landart versteht man eine künstlerische Auseinandersetzung mit der Natur. Wie der Name sagt, wird in ihr Landschaft einerseits als Ausstellungsort gesehen. Landschaft wird als Möglichkeit empfunden, die Kunst aus den angestaubten Museen und den leblosen Galerien zu befreien und ihr mehr Raum zu geben. Anderseits wird auch die Landschaft zum Motiv, Thema und Medium der künstlerischen Auseinandersetzung. Der Fokus liegt in der zeitgenössischen Landart auf der Untersuchung des Beziehungsgeflechts zwischen dem Menschen und seinem Lebensraum Natur.

Im Raum der Schule ermöglicht Landart neben der Annäherung an eine Richtung zeitgenössischer Kunst auch die Förderung von Kreativität und die Sensibilisierung für Natur und Umwelt. Das Projekt der Kreuztaler Gesamtschule setzt ganz bewusst an der „Landschaft“ des Kreuztaler Schulzentrums an. Denn dies, so die das Projekt leitende Kunstpädagogin Katrin Neidhardt, ist der Lebensraum, in dem die Schülerinnen und Schüler einen Großteil ihrer Zeit verbringen. Zur Vorbereitung wurden im Kunstunterricht unter Anleitung der Studienreferendarin Julia Hast in verschiedenen Projektgruppen Entwürfe erstellt, die diesen Ort zum Medium, aber auch zur Präsentationsfläche der künstlerischen Arbeit machen. Dabei haben sich die Schüler mit den natürlichen Gegebenheiten des Schulgeländes auseinandergesetzt. Da die zeitgenössische Landart einen rücksichtsvollen Umgang mit der Natur vorsieht, wurde Wert darauf gelegt, dass die verwendeten Materialien entweder direkt der Natur entnommen, recyclebar oder zumindest rückstandslos wieder zu entfernen sind, sodass die Schullandschaft keinen Schaden nimmt, sondern nur kurzweilig künstlerisch umgestaltet wird. Da die Arbeiten nicht nur in Künstlerhand, sondern schließlich auch in die Hände der Natur und teilweise in die der Kreuztaler Bürger gelegt werden, werden einzelne Projekte unter Umständen witterungsbedingt wie von selbst wieder verschwinden und daher fotografisch dokumentiert. Alle übrigen Kunstwerke werden unmittelbar nach der Präsentation wieder zurückgebaut.

Die Ergebnisse der Projektphase sollen im Rahmen von „Clara Kultur“ am 20./21.06.2013 auf dem Schulgelände der Clara Schumann Gesamtschule final umgesetzt und der Öffentlichkeit präsentiert werden. Noch an dem benannten Wochenende wird der Rückbau des Projektes stattfinden.

Das Spektrum der Projektideen reicht von „Lichter-Spiel im Wald“ (siehe Foto) über „Rasen-Buchstaben“, „Farb-Fenstern“ und „Claras Farbkreis/ Mandala“ – und bei gutem Wetter - bis zu einer Wiedergabe des Konterfeis der Namenspatronin mit Kreide auf dem Schulhof (siehe Foto). Das Projekt „Papier im Flug“ verbindet schulische Lernmaterialien mit spielerischer Kreativität und setzt Papierflieger in einen neuen Kontext- einen Baum auf den Schulhof, von wo aus sie durch Wind und Wetter belebt und umgeformt werden.

Wer nun neugierig geworden ist, sollte sich die beiden Nachmittage des Kulturfestes vormerken, da diese Kunstwerke auf Zeit sich nach diesem Wochenende wieder in die „Landschaft“ des Schulzentrums verflüchtigt haben werden.

 

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