Augusta Treverorum MMXIII

 

Wie in jedem Jahr, begaben sich auch in diesem Jahr zehn junge Latinisten und Latinistinnen aus dem Grundkurs des Jahrgangs 12 auf eine zweitägige Exkursion nach Trier. Begleitet wurden sie hierbei von ihrem Fachlehrer Marco Schneider und ihrem Sportlehrer Christian Eichhorn Jeremias Sohn. Petrus hatte es gut mit der Gruppe gemeint, denn am 07.07. verließ man Siegen bei strahlendem Sonnenschein und diese Wetterbedingungen sollten sich bis zum Ende der Exkursion auch nicht ändern. Nach Zwischenstopps in Troisdorf und Koblenz erreichte man Trier schließlich gegen 14 Uhr.

Nachdem die Unterkunft im Warsberger Hof, einer Jugendherberge mitten im Zentrum Triers, bezogen war, übernahm Stefan Ackermann es, sie durch Trier zu führen. Stefan Ackermann ist promovierter und habilitierter Archäologe und steht seit Lateingruppen unserer Schule nunmehr seit 13 Jahren als Experte und Stadtführer durch Trier zur Verfügung. In einer souveränen, informativen und zum Mitdenken anregenden Art nahm er die Gruppe mit auf eine Zeitreise in die Vergangenheit. Er erklärte ihnen, was man in Trier an Überresten des Römischen Reichs entdecken kann. Die Schülerinnen und Schüler staunten, welche Vielzahl von Informationen sich hinter einem Relikt verbergen kann. Immer wieder stellte Herr Ackermann den Schülern und Schülerinnen Fragen und regte sie dazu an, ihren Blick auf die Geschichte zu ändern bzw. zu erweitern. Er lenkte die Aufmerksamkeit auf die Menschen hinter den Daten und Fakten, auf deren Lebensumstände, was wieder in Fragen gipfelte wie z.B.: Hatten die Menschen damals Paradontose? Auch, dass es im Römischen Reich eine Alphabetisierungsquote von etwa 80% gab, war eine von zahlreichen Informationen, die die Schüler beeindruckte und ihnen klar werden ließ, wie weit entwickelt das Römische Reich doch war.

Geschichte oszilliert – auch das war einer von Herrn Ackermanns Kernsätzen, die er der Gruppe mit auf den Weg gab. Ob Kaiserthermen, Konstantin-Basilika, Porta Nigra oder der Trierer Dom, auf jeder Station lauschten die Schüler und Schülerinnen Herrn Ackermanns Ausführungen interessiert. Sie veranlassten ihn mit ihren Kommentaren und interessierten Nachfragen zu der Aussage, dass es ihm mit dieser Gruppe richtig Spaß gemacht habe. Die Schüler gaben dieses Lob umgehend zurück, denn laut eigener Aussage hätten sie Herrn Ackermann stundenlang zuhören können, ohne dass es ihnen langweilig geworden wäre.

Am Abend durften die Schüler und Schülerinnen Trier schließlich auf eigene Faust erkunden, was sie auch voller Unternehmungslust taten. Der von den Lehrern gesetzte Zapfenstreich wurde hierbei allerdings nicht einmal ansatzweise ausgeschöpft, auch das erlebt man eher selten.  Nach einer weiteren Führung und anschließender kurzer Freizeit in Trier trat man am Montag, den 08.07., gegen 12 Uhr die Heimreise gen Kreuztal an. Zwei tolle Tage waren wie im Flug vergangen und mit der etwas wehmütigen Bemerkung, dass man gerne noch einen Tag geblieben wäre, ließ die Gruppe Trier hinter sich.

PS: Um ausgewählte Impressionen der Exkursion zu vermitteln, hat Lena Bothur einige ihrer in Trier gemachten Bilder zur Verfügung gestellt. Dafür herzlichen Dank!

An dieser Stelle sei Herrn Ackermann nochmals ein herzlicher Dank gesagt, dass er uns Jahr für Jahr seine Zeit und sein Wissen zur Verfügung stellt und er zudem in Aussicht gestellt hat, dies auch in Zukunft zu tun.