Die Philosophie der Berufs- und Studienorientierung an der Clara-Schumann-Gesamtschule Kreuztal

 

Vorwort

„Jugendliche orientieren sich“; „Junge Erwachsene finden Anschluss“; „Ich will meine Stärken zeigen können“ – all dies sind Überschriften die das Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein Westfalen auf seiner Homepage zur Berufs- und Studienorientierung verwendet.

Diese Überschriften entsprechen genau dem Anspruch, dem wir uns an der Clara – Schumann – Gesamtschule verpflichtet fühlen. Sicher wird an unserer Schule Deutsch, Mathe, Englisch und vieles andere gelehrt und gelernt. Ebenso wichtig ist es aber auch, dass wir den jungen Menschen dabei helfen, ihre individuellen Persönlichkeiten zu entwickeln. Dazu gehört auch das Entdecken von besonderen Fähigkeiten, Begabungen und Interessen. Gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern und deren Eltern fördern wir solche Begabungen und helfen ihnen auch dabei zu entdecken, wie Begabungen und Interessen aufeinander abgestimmt werden können.

Unsere Schule ist kein Selbstzweck, sondern eher ein Förderband oder ein Sprungbrett, für unsere Schülerinnen und Schüler. Unsere Schule ist auch kein geschlossenes System, wie z.B. eine Raumstation. Im Gegenteil: Wir finden es ganz wichtig, Schule in der Gesellschaft und Schule in der Region zu sein. Eine Schule, die offen ist für die Welt um sie herum und damit natürlich auch für die Wirtschaft. So oft wie möglich stellen wir hier authentische Kontakte her und pflegen diese.

Ich habe diese Einleitung mit Zitaten begonnen und so möchte ich mit einem sehr bekannten Zitat schließen: „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen (und lehren)[1] wir.“

 

Christian Scheerer

Schulleiter

 

 

Berufsorientierung und Studienorientierung – Unsere Philosophie

 

„Berufswahlvorbereitung (jetzt: Berufsorientierung) ist eine verpflichtende Aufgabe der Schulen der Sekundarstufe I. Schülerinnen und Schülern und Schüler sollen so gefördert werden, dass sie bei ihrer Berufswahl selbständig und eigenverantwortlich entscheiden können. Dazu arbeiten die Schulen insbesondere mit den Berufskollegs und der Berufsberatung der Agentur für Arbeit zusammen.“ (§ 8 Abs. 2 APO-S I)

 

Der Berufsorientierung sowie auch der Studienorientierung an der CSG kommt vor allem die Aufgabe zu beim Übergang in Beruf und Studium Hilfestellungen zu geben und die Schülerinnen und Schülern im Sinne einer individuellen Förderung dabei zu unterstützen ihre Chancen und Möglichkeiten zu erkennen, Potenziale zu entwickeln und langfristig eine richtige Berufs- und Studienwahlentscheidung zu treffen. Dabei gehört insbesondere mit Blick auf die sehr heterogene Schülerschaft zu einer umfangreichen Orientierung auch die Schaffung von Vorbildern, um auch allen Schülerinnen und Schülern  den Weg in einen erfüllenden Beruf oder ein entsprechendes Studium zu öffnen.

 

Ein Schwerpunkt der Berufsorientierung in der Sekundarstufe I liegt  in den Jahrgängen 8 bis 10.

 

Die Ergebnisse der Potentialanalyse werden, wenn gewünscht, intensiv auch gemeinsam mit den Eltern besprochen und bieten eine erste berufliche Orientierung.

 

Durch Öffnung von Schule geben wir unseren Schülerinnen und Schülern vielfältige Gelegenheiten der Begegnung mit  der Berufswelt. Bei Praktika oder auch bei gemeinsamen Projekten mit unseren Kooperationspartnern treffen unsere Schülerinnen und Schüler auf Menschen in der Berufswelt außerhalb der Schule. Zunehmend häufig treffen sie dort auch ehemalige Schülerinnen und Schüler, die ganz authentisch von ihren beruflichen Erfahrungen berichten. Zusätzlich holen wir regelmäßig Fachleute aus der Arbeitswelt in die Schule, sei es zu themenbezogenen Projekten oder auch zu beruflicher Beratung. Hier arbeiten wir auch sehr intensiv mit der Agentur für Arbeit zusammen. Unsere Schülerinnen und Schüler kennen ihre Beraterin oder Berater. Sie sind, wie auch Kolleginnen und Kollegen, häufig im Berufsorientierungsbüro präsent und bieten individuelle Beratung an.

Für Kinder mit besonderem Förderbedarf bieten wir entsprechend  individuelle Beratung und Kontaktmöglichkeiten an.

 

In der Sekundarstufe II absolvieren unsere Schülerinnen und Schüler in der Einführungsphase ein weiteres Praktikum. Außerdem stellen wir im Rahmen der Berufs- und Studienbörse Kontakte zu Firmen und Institutionen her, die sich in unserer Schule präsentieren. Hierzu werden für die Schülerinnen und Schülern der Qualifikationsphase insbesondere auch bewusst ehemalige Schülerinnen und Schülern eingeladen und so am Berufsbildungsprozess beteiligt. Auch in der Oberstufe suchen wir außerschulische Lernorte wie z.B. die Universität in Siegen oder auch Unternehmen mit unseren Schülerinnen und Schülern auf. In verschiedenen Projekten haben sie Gelegenheit direkte, authentische Kontakte zu knüpfen.

 

Unser Ziel ist es, dass alle unsere Schülerinnen und Schüler nach der Schule eine für sie sinnvolle Perspektive erkennen und die Chance, ihre Fähigkeiten zu nutzen wahrnehmen können.




 


[1] Text in Klammern ergänzt