Clara-Schumann-Gesamtschule Kreuztal  verschieden aber miteinander



Lehrerausbildung an der CSG – vom Praktikum bis zum zweiten Staatsexamen

Gemäß der Ordnung für den Vorbereitungsdienst und die Zweite Staatsprüfung für Lehrämter an Schulen bildet die CSG Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter (LAA) für die Sekundarstufe I und für die Sekundarstufe II aus. An der Ausbildung beteiligt sind die Ausbildungslehrerinnen, die AusbildungskoordinatorInnen sowie die Schulleitung, hier insbesondere der Schulleiter und die stellvertretende Schulleiterin auf der schulischen Seite und das Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Siegen mit den beiden Seminaren für das Lehramt an Haupt- Real- und Gesamtschulen (HRGe) sowie für das Lehramt an Gymnasien und Gesamtschulen (GyGe). Die Ausbildung an der Schulen dauert zurzeit noch zwei Jahre und wird in Zukunft an die neuen Ausbildungsbedingungen des Lehramtsstudiengangs mit Bachelor und Master angepasst in Form von verschiedenen Praktika statt. Hier findet in Zukunft eine noch engere Verknüpfung mit der Betreuung der verschiedenen Praktikanten statt.

Während der ersten Ausbildungswochen lernen die LAA zunächst das System sowie Besonderheiten der CSG kennen, indem sie in einer Klasse 5 und in einer Klasse 9 ganztägig hospitieren, um den Alltag der SchülerInnen über die Fächergrenzen hinweg kennenzulernen. Hierzu zählt ebenso die Begleitung eines Lehrers/einer Lehrerin an einem Langtag sowie die Hospitation in gesamtschulspezifischen Fächern wie z.B. Darstellen und Gestalten und die Teilnahme an Arbeitsgemeinschaften und Offenen Angeboten.

Parallel dazu beginnt das Hospitieren in den eigenen Fächern, um in den ersten Wochen möglichst viele FachlehrerInnen aber auch Klassen bzw. Kurse kennen zu lernen. Hierbei helfen die Ausbildungskoordinatoren bei der eigenständigen Strukturierung des Arbeitsalltags an der Schule.

Für die gesamte Schule und die einzelnen Klassen und Jahrgangsstufen bedeutet die Zusammenarbeit mit Lehramtsanwärtern eine Bereicherung der Alltagsarbeit, da sie als „frische“ Uni- Absolventen neueste fachwissenschaftliche und fachdidaktische Kenntnisse einbringen und mit neue Ideen für den Unterricht auch den fachinternen Austausch beleben. Bei der praktischen Umsetzung der an der Universität angeeigneten Kenntnisse werden die LAAs wohlwollend von den KollegInnen unterstützt.

Zur Qualitätssicherung können die LAAs verschiedene "Möglichkeiten zur individuellen Beratung" nutzen. Sowohl Ausbildungslehrer/innen (beim Einsatz in der Ausbildungsklasse), die Ausbildungskoordinatorin (beim Einsatz in anderen Bedingungsfeldern) und auch die Schulleitung bieten den LAA über die Unterrichtsbesuche hinaus Hilfen bei der Gestaltung und Reflexion von unterrichtlichen Prozesse an.

Nach Absprache finden regelmäßige AKO-Sitzungen statt. Je nach Thema werden andere Kolleginnen hinzugezogen. Im ersten Ausbildungshalbjahr finden die Sitzungen wöchentlich statt, in der Hauptphase des bedarfsdeckenden Unterrichts werden die Sitzungstermine den Bedürfnissen und Belastungen entsprechend angepasst. Zusätzlich zum Planungs- und Entwicklungsgespräch mit einem Schul- und Seminarvertreter findet am Ende des dritten Ausbildungshalbjahres ein Gespräch mit der Schulleitung statt, um mit Blick auf die Erstellung des Schulleitergutachtens eine transparente Einschätzung zu ermöglichen.

Im letzten Ausbildungshalbjahr unterstützt die Schule die LAA bei der Examensplanung. Grundsätzlich unterliegt die Ausbildung der Maxime, dass so viel Selbstständigkeit wie möglich den Ausbildungsprozess optimiert. Der Ausbildungskoordinator dient als erster Ansprechpartner und koordiniert zwischen LAA, Kollegium, Schulleitung und Seminar die unterschiedlichen Anforderungen.

Grundlegende Themen, die während des Referendariats angesprochen werden, sind aus der nachfolgenden Übersicht zu entnehmen.