Am heutigen Abend fand in einer angenehmen und familiären Atmosphäre der jährliche Poetry Slam Workshop der Q1 mit Tobias Beitzel statt.

Anne Georgi eröffnete den Abend und begrüßte im Namen der Clara alle Gäste, unter ihnen Frau Bettina Meister, die vor drei Jahren gemeinsam mit Tobias Beitzel dieses Projekt ins Leben rief.

Tobias Beitzel erklärte den Anwesenden, was einen Poetry Slam ausmacht und welche Regeln dabei gelten. Den Anfang machte Tamino Röttgers aus der 9d, der das Publikum mit Goethes „Erlkönig“ fesselte. Nach einer kurzen Pause, die wir mit einem Fastenbrechen verbrachten, präsentierte Marvin Müller zusammen mit einem spontan zusammengestellten Chor an der Gitarre einige Stücke von Coldplay.

Den ersten Slam des Abends trug Joyce Saßmann vor, die von den Herausforderungen des alltäglichen Lebens berichtete. Es folgte Ilayda Ceyhan mit einem kritischen Slam über Kapitalismus und Konsum in der heutigen Zeit.

Amtul Sabu sprach über die Lebensrealitäten und Probleme, mit denen Mädchen und Frauen mit Kopftuch konfrontiert sind. Rouhaif Kourish reflektierte in ihrem Slam über ein Zitat aus der Panem-Trilogie von Suzanne Collins und thematisierte aktuelle Kriege, deren Folgen, Flucht, Armut und Hunger.

Narmin Amin teilte ihre Gedanken über Dankbarkeit und Wertschätzung, bevor Tobias Beitzel uns mit einem selbstbegleiteten Gitarrenstück über die flüchtige und unkontrollierbare Liebe in die Pause entließ.

Im dritten Teil des Abends leitete Beitzel mit einem Cover des österreichischen Schlagersängers Josh ein. Hevi Sulaiman begann dann mit einem Slam im Stil Aldous Huxleys zur Frage, wie eine „wundervolle Welt“ aussehen könnte.

Elmedin Demusi aus der 7b brachte seine Begeisterung für „König Fußball“ zum Ausdruck, gefolgt von Rafia Cisse, die sich kritisch mit der Heroisierung der Wehrmacht und der Relativierung der Verbrechen des Holocausts durch die AfD auseinandersetzte. Helin sprach über Frauenrechte und aktiven Feminismus, während Jan Jalal Chooqe unter dem Motto „Bis der Tod uns scheidet?“ über eine zerbrochene Beziehung und das Leben danach reflektierte.

Den Abschluss des Abends bildete Romina Affronti, die erneut ihren Beitrag vom Poetry Dreikampf präsentierte und das Publikum damit erfreute. Tamino trat zum Schluss noch einmal auf und stellte Bodo Wartkes Zungenbrecher „Rhabarberbarbara“ vor, was den Abend mit Applaus enden ließ.

Tobias Beitzel bedankte sich abschließend bei allen, die an der Organisation und Durchführung des Abends beteiligt waren, und ermutigte die Slammer, weiterhin ihre Gedanken und Gefühle in Worte zu fassen und an zukünftigen Slams teilzunehmen.

Ein gelungener Abend voller Kreativität und Ausdruck – wir freuen uns auf die nächsten Veranstaltungen!